Frauennotruf Koblenz veröffentlicht Jahresbericht 2014

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Seit 23 Jahren unterstützt der Koblenzer Frauennotruf als Fach- und Beratungsstelle Frauen und Mädchen, wenn sie von sexualisierter Gewalt betroffen sind und verzeichnet seit Jahren einen hohen Bedarf nach Beratung und Prävention. Über 70% der Beratungen erfolgen im Rahmen der Jugendhilfe, d.h. entweder direkt zugunsten selbst betroffener jugendlicher Mädchen oder als Beratung von deren Bezugspersonen bzw. über die Stabilisierung von Müttern, die von Gewalt betroffen sind.
In Deutschland erlebt jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben schwere sexualisierte Gewalt. Ca. die Hälfte der Mädchen und Frauen, die in den Notruf kommen, hat deshalb Anzeige erstattet und jede 4. Betroffene die psychosoziale Prozessbegleitung des Notrufs in Anspruch genommen. Sexuelle Gewalttaten sind Beziehungstaten, die zu 77,6 % im häuslichen Bereich stattfanden.
2014 gab es 1158 Beratungskontakte mit 450 Personen. Es fanden 301 persönliche Beratungsgespräche, 426 Beratungen am Telefon und 431 Onlineberatungen statt – sowohl mit selbst Betroffenen als auch mit deren Bezugspersonen oder auch im Rahmen von kollegialen Fallbesprechungen im Rahmen einer Hilfekonferenz. Im Rahmen der Prävention gab es 29 Veranstaltungen. Das waren z.B. Angebote im Rahmen der Ganztagsschule, Selbstverteidigungskurse für Mädchen oder Frauen oder Vorträge und Fortbildungen für Berufsgruppen wie z.B. Lehrerinnen und Lehrer.
Das Einzugsgebiet des  Notrufs ist sehr groß und umfasst die Städte Koblenz und Neuwied, die Landkreise Mayen-Koblenz, Neuwied, Ahrweiler, Rhein-Lahn und zur Hälfte Cochem-Zell. Nicht alle Kommunen und Landkreise fördern den Notruf bedarfsgerecht. Alle Zuschüsse zusammen decken nur ca. zwei Drittel der Ausgaben. Infolgedessen braucht der Notruf auch weiterhin die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender.

Unseren Jahresbericht 2014 finden Sie rechts im Downloadbereich.